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2019

27. bis 29. September 2019

Ort


Landhaus Kehl
Eisenacher Straße 15, 36142 Tann-Lahrbach
Telefon: +49 6682 387
E-Mail: info@landhaus-kehl.de

Organisation

Edwin und Jutta







Es Geschichtle

von Edwin Griebel

Die überfüllten Autobahnen und die zahllosen Autobahnbaustellen, die auf Grund der „Schwarzen Null“ des Bundeshaushalts der Bundesregierung langsam voranschreiten, sorgten für ein mühsames Anreisen.
So kamen einige Semestertreffler entnervt und erschöpft in Lahrbach/Tann mitten in der Hessischen Rhön an. Im Landhotel Kehl bezogen wir Quartier. Jutta hatte sich leider im Vorfeld wegen der
Herbstgrippe verabschieden müssen und versäumte ein frohes Wiedersehen der Semestertreffler.

Das Willkommensbier in trauter Runde brachte die Semestertrefflerwelt schnell auf die Wohlfühlschiene zurück. Mit viel Hallo und herzlichen Umarmungen gepaart mit ersten Gesprächen vergaßen die
strapazierten Freunde schnell die Anreise. Jetzt stand Wichtigeres auf dem Plan, Zusammensetzen in gemütlicher Runde. Die einladend klingende Speisekarte des Landgasthofes Kehl förderte die sich
aufheiternde Stimmung, die vom Genießen der Köstlichkeiten und dem guten Service deutlich unterstützt wurde. Wie immer stand der Informationsaustausch zu den Familien, den beruflichen Situationen
sowie zu diversen Hobbies und Erlebnissen im Vordergrund.

Ein Notfall unterbrach die Runde. Der in Windeseile herbeigerufene Rettungsdienst entschied kurzerhand Bernhard nach Hünfeld in das Krankenhaus zur weiteren Beobachtung zu transportieren.
Etwas leiser, aber sehr wohl angespannt verbrachten die Semestertreffler den weiteren Abend bis die Nachricht über den deutlich verbesserten Gesundheitszustand spätabends die Runde erreichte.
So konnte jeder etwas unbesorgter in die Nachtruhe gehen.

Mit der Information über die weitere Genesung von Bernhard am Samstagmorgen wurde der draußen herrschende Regen aufgehellt. Allmählich hatte auch das Wetter Einsehen mit uns und so beschlossen wir
die geplante Wandertour durchzuführen. Die dunklen Wolken versuchten noch ihre letzten Regentropfen über die Wandergruppe auszuschütten. Das war es dann und schon setzte sich die Gruppe bergan
Richtung Gänskutte in Bewegung. Dort stießen einige Semestertrefflerinnen hinzu und vervollständigten die frohe Wanderschar. Das beschauliche Naturareal der Gänskutte lockte manchen Fotografen zu
dem einen oder anderen Fotomotiv in der romantischen Ecke bevor es weiter bergauf ging.

Den Abstecher zur Ruine Auersberg nutzten Klaus und Uli geschickt für eine erste Verköstigung, um die Lebensgeister nach dem anstrengenden, schweißtreibenden Anstieg bei manch Einer/m neu zu entfachen.
Gekonnt bauten die Beiden professionell die Schnapsglaslinie auf dem schon sehnsüchtig wartenden Tisch auf und schenkten beherzt Gläschen für Gläschen ein ohne auch nur ein winziges Tröpfchen zu
verschütten. Erwartungsvoll griffen die geschwächten Semestertreffler in jahrelang geübter Manier zu. Genüsslich zugeprostet und schon fand schwungvoll das Rüstersche Quittendestillat seinen
genüsslichen Abgang im Schlund der verdorrten Kehlen.

Mit neu gewonnener Energie wurde die restliche Wegstrecke nach Simmershausen angegangen. Dort erwartete uns der Gastwirt schon sehnsüchtig im Gasthof Zur Krone. Mit Rhöner Humor und Leibspeisen
versorgte uns der Gastwirt Glotzbach. Der Rückmarsch nach Lahrbach gestaltete sich als leichte Übung. Von nun an ging es für ca. eine Stunde bergab. Wohlgelaunt und mit Appetit auf ein Stück Kuchen
konnten wir bei Kehls in der Gaststube Bernhard und Bärbel zurück in trauter Runde herzlich begrüßen. Erleichterung war allen, aber besonders den beiden Rückkehrern anzusehen.

Wie üblich entdeckten einige ihre Schafkopfspielleidenschaft und genossen sichtlich wieder einmal in der Freundesrunde spielen zu können. Andere nutzten die Zeit zur Erholung oder zu intensiven
persönlichen Gesprächen in der Kaminecke des Landhotels. Viel zu schnell verflog die Zeit vor allem für die hochmotivierte Schafkopfrunde.

Beim köstlichen Abendessen und dem langen Abend konnten die einen wie auch anderen Themen weiter vertieft werden.

Am Sonntagmorgen stand die Anreise zur Gedenkstätte Point Alpha nach Geisa zum Platz der Deutschen Einheit an. Hier erwartete die Semestertreffler eine Führung durch und über die Gedenkstätte.
Noch einmal kam am sog. Eisernen Vorhang die jüngste Deutsche Geschichte deutlich zum Spüren und Erleben hoch. Hautnah stellte unser Gästebegleiter geschichtliche Vorkommnisse und Ereignisse der
deutschen Trennung dar. An diesem historischen Ort durfte ein Erinnerungsfoto nicht fehlen. Berührt verließ die Semestertrefflergruppe den Platz der Deutschen Einheit mitten in Deutschland bzw.
an der Landesgrenze von Hessen und Thüringen.

Ein letzter gemeinsamer Punkt sollte alle für die Heimreise stärken. Dazu ging es nach Spahl in Thüringen zum Ausflugs- und Speiselokal Heile Schern. Alleine die urige Einrichtung lenkte vom
soeben erlebten ernsten Thema an der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze ab.

Nach dem Mittagessen verabschiedeten sich alle herzlichst voneinander und bedankten sich für die Organisation bei Jutta und Edwin.

Letzte Änderung: 17.08.2020